Aktuelles — Prozessentwicklung

28.06.2021 „Sichtbares Zeichen für den Erhalt von Kirchengebäuden“

Im Rahmen einer öffentlichen Sichtbarmachung des Prozesses zur Umnutzung der Pauluskirche fand am 25. Juni 2021 ein Pressetermin in der Pauluskirche in Gelsenkirchen-Bulmke statt.

Denn vieles passiert zukünftig an diesem Ort: Unter dem Motto „Bildung, Kultur, Spiritualität für das Quartier“ wurden die bislang konkret geplanten Zwischennutzungen und möglicherweise auch Folgenutzungen des Kirchenraumes der Lokalpresse vorgestellt. Der Raum wird zeitnah für Chorproben des MiR (Musiktheater im Revier) und in den Sommerferien für Chorproben des Musikvereins genutzt. Die interaktive Fotoausstellung „Saints – Heilige Gesichter. Menschen sehen und wertschätzen“ des Dortmunder Fotografen Nils Laengner macht ab August in der Pauluskirche ganz normale Menschen zu Heiligen. Mit „denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule“ fördert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ein schulisches Projekt des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums zu den Themen Kulturelles Erbe und Denkmalschutz in Zusammenhang mit der benachbarten Pauluskirche.

Als Wertschätzung des Kirchengebäudes trugen die sechs an dem Termin teilnehmenden Schüler*innen in Vertretung der Schülerschaft des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums kurz vor, warum das Gebäude aus Ihrer Sicht erhaltenswert ist. Darüber hinaus wurde an der Kirchenfassade ein Banner mit dem Konzept des 3-Säulen-Modells vorgestellt und die von Baukultur Nordrhein-Westfalen entwickelte Prozess-Kennzeichnung im Eingangsbereich der Kirche aufgestellt.

Diese Kennzeichnung in Form einer stilisierten Kirche wurden gemeinsam mit der Tischlerei „MARUS-Messebau GmbH“ aus Hagen für die acht an dem Unterstützungsprogramm „Zukunftskonzept Kirchenräume“ teilnehmenden Projekte entwickelt und kann vor Ort im Innen- oder Außenraum aufgestellt werden, um auf das jeweilige Kirchengebäude und seinen Entwicklungsprozess aufmerksam zu machen und zur Kommunikation einzuladen.

Die Form des Holzobjekts greift dabei das Logo der Ausstellung „Fluch und Segen Kirchen im Wandel“ des Museums der Baukultur auf. Das gewählte Motiv eröffnet verschiedene Betrachtungsweisen: Zum einen ist es die Silhouette einer „klassischen“ Kirche mit Turm, die dem*der Betrachter*in ermöglicht hindurchzuschauen und den Sakralbau dahinter in Augenschein zu nehmen. Auf den Kopf gedreht, wird die Form zur Sprechblase, die im Inneren der Silhouette Platz gefunden hat, um Projektinformationen und Kirchendetails zu vermitteln. Somit dient das Objekt je nach Platzierung nicht nur als Infopoint, sondern möchte auch dazu anregen, an dem vor Ort stattfindenden Prozess teilzuhaben.

„Zukunftskonzept Kirchenräume“ ist einer von drei Bausteinen des Projektes „Zukunft – Kirchen – Räume“. Das Projekt wurde entwickelt von Baukultur Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und der Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen unter Mitwirkung der nordrhein-westfälischen (Erz-)Bistümer und Landeskirchen sowie in Zusammenarbeit mit Jörg Beste, Büro Synergon in Köln und mit Unterstützung des Lehr- und Forschungsgebiets für Immobilienprojektentwicklung der Fakultät für Architektur, RWTH Aachen University.

Fotos: Sebastian Becker

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