Zukunftskonzept Kirchenräume

Coronavirus – Aktuelle Informationen zum Unterstützungsprojekt Zukunftskonzept Kirchenräume

20. März 2020

Liebe ProzessbegleiterInnen,
liebe Projektpartner in den Gemeinden,

die Corona-Pandemie macht auch vor dem Projekt „Zukunft – Kirchen – Räume“ nicht halt.

Viele Treffen, Veranstaltungen und Diskussionsrunden mussten in den beteiligten Gemeinden bereits abgesagt oder verschoben werden. Das behindert stark die nötigen Abstimmungen und beeinflusst auch die so wichtige Auseinandersetzung mit Ideen, Strukturen und Abläufen.

Gemeinsam mit unseren Partnern Architektenkammer NW, Ingenieurkammer-Bau NRW, der Evangelische Kirche und der Katholischen Kirche in Nordrhein-Westfalen möchten wir dennoch weiter den Prozess unterstützen, begleiten und voranbringen. Aus diesem Grund werden die gesetzten Zeiträume, Deadlines und Sitzungspläne der Projektstruktur der Situation angepasst. Wir verlegen den Abgabetermin für den Zwischenbericht vom 1. September auf den 1. Dezember 2020. Alle begleitenden Formate, die wir von Baukultur Nordrhein-Westfalen geplant haben, werden sich ebenfalls zeitlich verschieben.

Wir empfinden Ihre Arbeit und Ihren Enthusiasmus für ihre Kirchengebäude als außerordentlich und werden alles tun, um Ihnen in diesem Jahr in ihrem Entwicklungsprozess zur Seite zu stehen.

Passen Sie aufeinander auf und bleiben Sie gesund!

Ihr Team von Baukultur Nordrhein-Westfalen


 1. Workshop der Projektgruppe
“ehem. Kreuzkirche, jetzt Diakoniekirche in Wuppertal“

18. Feb. 2020

Die Prozessbegleiterin, Dr. Petra Potz, berichtet von dem gemeinsam durchgeführten Workshop:
„Frau Küppers, die uns mit Ihrem Büro „PerspektivWerkstatt“ über den Expertenpool zur Verfügung gestellt wurde, hat uns bei diesem Termin sehr gut unterstützt. Dabei ging es um die Klärung der unterschiedlichen Ziele und Interessenlagen unter den aktiven Beteiligten, insbesondere der Initiative Kreuzkirche (IKK) e.V., der Wuppertaler Stadtmission e.V. und der Diakonie Wuppertal gGmbH: Wer hat welche Interessen und wer sieht sich in dem Projekt in welcher Rolle und wird von den anderen wie gesehen? Und wer fehlt noch als wichtiger zusätzlicher Akteur in dieser Phase?

Das deutliche Ergebnis, das von allen geteilt wurde, war, dass die drei aktiv beteiligten Institutionen/Organisationen nur in Kooperation das Projekt weiter qualifizieren können, um ein konsistentes Konzept zu erstellen. Das ist aus meiner Perspektive in dieser Klarheit ein wichtiger Schritt nach vorne für das Projekt. Für die weitere Zuspitzung der Projektidee für die ehem. Kreuzkirche wurde angesichts der Erkenntnisse deutlich, dass das Thema „Rollenverständnis“ beim nächsten Workshop konkretisiert werden muss: Zuständigkeiten und Ressourcen müssen klar benannt werden, genauso wie Entscheidungsstrukturen als Ausgangspunkt für die nächsten strategischen Schritte auf externe Akteure hin. Mit diesen “Spielregeln” soll eine konkrete „To-Do-Liste“ (Gesprächstermine, Recherche, Arbeitsaufträge) je nach Kapazitäten und Kompetenzen erstell werden.“


1. Workshop der Projektgruppe
“Ev. Pauluskirche in Gelsenkirchen-Bulmke”

22. Jan. 2020

   

Bei einigen der acht an Zukunftskonzept Kirchenräume teilnehmenden Projektgruppen fanden bereits die ersten Workshops statt. Einen kurzen Einblick in den Workshop der Projektgruppe “Ev. Pauluskirche in Gelsenkirchen-Bulmke” gewährte uns die zuständige Prozessbegleiterin, Dr. Manuela Kramp. Diese teilte uns auf Nachfrage mit, dass die Grundstimmung der Projektbeteiligten vor und nach dem ersten Workshop am 22. Januar 2020 sehr gut war. Die vorhandenen kritischen und zum Teil pessimistischen Stimmen trugen zu einem angeregten Austausch bei.

Zu dem Treffen waren Vertreterinnen und Vertreter aus den umliegenden Schulen, wie Schüler, Lehrer und Schulträger, aber auch Stadteilinteressierte und Stadtteilsprecher, Fördervereine, Gemeindemitglieder und Kirchenvorstandsmitglieder sowie Entscheidungsträger der Stadtverwaltung erschienen. „Alle Personen zeichnen sich durch ein hohes Maß an Motivation, sich an dem Prozess zur Entwicklung eines tragfähigen Zukunftskonzeptes der Pauluskirche in Gelsenkirchen zu engagieren, aus”, so Dr. Kramp weiter. Darum standen das Kennenlernen und die Einbeziehung aller möglichen Beteiligten im Vordergrund der Veranstaltung. Darüber hinaus wurden erste konstruktive Ideen und Vorstellungen zum Kirchengebäude und seiner zukünftigen Nutzung gesammelt. „Die Ergebnisse des Abends werden auf jeden Fall in die weitere Konzepterarbeitung für eine erweiterte Nutzung des Kirchengebäudes einfließen”, schließt Dr. Kramp ihr Fazit.

Im Hinblick auf eine Umnutzung der Pauluskirche erörtert die Projektgruppe die Möglichkeit einer engen Kooperation mit dem benachbarten Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium und weiteren Schulen in der Nachbarschaft. In der Vergangenheit fanden bereits Schulgottesdienste und Kurse in dem Kirchengebäude statt. Es ist also nicht verwunderlich, dass das Gebäude auch bei den (ehemaligen) Schülerinnen und Schülern als eine feste Instanz wahrgenommen wird, erklärten einige Schüler während der Workshopteilnahme.

Fotos: Baukultur Nordrhein-Westfalen


Wanderausstellung “Fluch und Segen”

Jan. – Dez. 2020

Die Debatte um Abriss, Umbau und Umnutzung von christlichen Kirchen wird in ganz Westeuropa geführt. In Nordrhein-Westfalen, insbesondere an Rhein und Ruhr, ist sie aktuell von besonderer Dringlichkeit. Von September bis Anfang November 2019 zeigte das damalige M:AI, Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW, in St. Gertrud in Köln die Ausstellung „Fluch und Segen. Kirchen der Moderne“.

Der Teil der Kölner Ausstellung, der die Umnutzung von Kirchen thematisiert, geht ab Januar 2020 unter dem Titel „Fluch und Segen. Kirchengebäude im Wandel“ auf Wanderschaft. Anhand von 17 Projekten, die überwiegend aus Nordrhein-Westfalen stammen, wird erläutert mit welchen neuen Konzepten und baulichen Veränderungen sich Kirchengemeinden der Herausforderung stellen, wenn sie eines ihrer Kirchengebäude als Gemeindekirche aufgegeben müssen. Die kommenden Ausstellungstermine finden Sie nach der Terminierung unter „Aktuelles“.

Foto: Michael Rasche


Auftaktveranstaltung “Meet&Greet”

11. Okt. 2019

      

Fotos: Sebastian Becker

Am 11. Oktober 2019 lernten sich die ausgewählten Projekte und die potenziellen Prozessbegleiterinnen und -begleiter kennen und tauschten in einer ersten Arbeitsphase Kompetenzen und Bedarfe aus. Im Nachgang zu dieser “Meet&Greet”-Veranstaltung im LIGHTHOUSE konferenzkirche + konzerthaus in Essen konnte eine daran orientierte Zuordnung erfolgen, aus der folgende Teams für die gemeinsame Prozessarbeit hervorgegangen sind:

  • Dreifaltigkeitskirche in Essen | Evangelische Kirchengemeinde Essen-Borbeck | startklar a+b GmbH und HauptwegNebenwege aus Köln
  • Pauluskirche in Gelsenkirchen-Bulmke | Evangelische Apostel Kirchengemeinde Gelsenkirchen | ASK Architektur- und Sachverständigenbüro Kramp aus Lemgo
  • Reformierte Kirche in Iserlohn | Evangelische Versöhnung-Kirchengemeinde Iserlohn | startklar a+b GmbH und HauptwegNebenwege aus Köln
  • Lukaskirche in Köln | Evangelische Kirchengemeinde Porz | Wolf. R. Schlünz – Projekte aus Bonn
  • St. Johann Baptist in Krefeld | Katholische Kirchengemeinde Maria Frieden | LOTH Planung+Stadtentwicklung aus Siegen
  • St. Barbara in Neuss | Katholische Kirchengemeinde St. Marien im Kirchenverband Neuss-Mitte | HJPplaner aus Aachen
  • St. Michael in Oberhausen | Katholische Kirchengemeinde St. Marien Alt-Oberhausen | zwo+Architekten aus Bochum
  • ehem. Kreuzkirche, jetzt Diakoniekirche in Wuppertal | Initiative Kreuzkirche (IKK) e. V. in Kooperation mit der Diakonie Wuppertal | location3-Wissenstransfer aus Berlin

 

Wir wünschen allen Beteiligten viel Erfolg bei dem gemeinsamen Prozess und einen guten Start bei Zukunftskonzept Kirchenräume Teil I (Vorstudie)!


Öffentliche Bekanntgabe

18. Sept. 2019

   

Am 18. September 2019 fand die öffentliche Bekanntgabe der teilnehmenden Projekte im Rahmen der Ausstellung „Fluch und Segen. Kirchen der Moderne“ des Museums für Architektur- und Ingenieurkunst (M:AI)  NRW in der Kölner Kirche St. Gertrud – sanktgertrud kirche+kultur – statt.


Fotos: Sebastian Becker

Wir bedanken uns noch einmal außerordentlich bei allen 21 Bewerberinnen und Bewerbern!


Jurysitzung Teil I

21. Aug. 2019


Foto: Baukultur Nordrhein-Westfalen

Die Fachjury tagte am 21. August 2019 im Haus der Architekten der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf und wählte acht teilnehmende Projekte aus.


Bewerbungsfrist

14. Jul. 2019

Am 14. Juli 2019 endete die Bewerbungsfrist für alle Interessierten. 21 Bewerbungen sind bis zu diesem Zeitpunkt bei der Geschäftsstelle von StadtBauKultur NRW eingegangen und wurden vorgeprüft.


Auftaktveranstaltung

14. Feb. 2019

   

Am 14. Februar 2019 startete bei einer Auftaktveranstaltung in der ehemalige St. Albertus-Magnus-Kirche in Bochum – jetzt Aufführungsstätte des  Theater Totals – der Projektaufruf, den Sie hier als PDF-Datei weiterhin einsehen können: Projektaufruf

   
Fotos: Sebastian Becker


Zukunftskonzept Kirchenräume


Das Teilprojekt Zukunftskonzept Kirchenräume stellt im Gegensatz zu dieser Webseite ein prozessbegleitendes und damit praxisbezogenes Unterstützungsangebot dar. Es soll einer begrenzten Anzahl an Bewerberinnen und Bewerbern bei der Herausforderung der zukünftigen Perspektivfindung ihres Sakralbaus konkrete Hilfestellung bieten. Die Idee ist, dass sie gemeinsam mit fachlicher Unterstützung von Expertinnen und Experten ein tragfähiges Konzept zur Umnutzung oder Anpassung ihres Kirchengebäudes entwickeln und langfristig auch in die Praxis umsetzen.