Projekt

Heilige Drei Könige | Wohnen und Arbeiten

Köln
Ort
Rondorfer Hauptstraße 45, 50997 Köln
Ursprüngliche Nutzung
Kirche des Erzbistums Köln
Neue Nutzung
Wohnungen und Büros
Gebäude
1899-1900 erbaut, Architekt: Jakob Marchand | 1957 Fertigstellung des Kirchturms, Architekt: Jan W. Strack | 1989-1991 Umbau, Architekten: LINK Architekten, Köln und Leipzig
Denkmalschutz
Das Kirchengebäude steht unter Denkmalschutz

Ortslage | Städtebauliche Situation

k. A.

Gebäude | Bauform

Die vierjochige Kirche mit Dachreiter wurde im Jahr 1899 vom Architekten Jakob Marchand erbaut. 1950 ergänzte der Architekt Jan W. Strack einen mächtigen Turm, der 1957 fertiggestellt war. Das Kirchenschiff und der Turm stehen insgesamt unter Denkmalschutz.

Historische Bedeutung | Soziales Umfeld

k. A.

Kirchliche Nutzung | Einbindung in die Bürgergemeinde

k. A.

Prozess | Beteiligte

Die Kirche wurde im Jahr 1988 entweiht und verkauft. Zwischen 1989 und 1991 baute das Büro „LINK Architekten” aus Köln und Leipzig das Gebäude zum eigenen Büro und Wohnungen um.

Nutzungskonzept | Neunutzung

Im ersten Joch des Kirchenschiffes wurde das Architekturbüro „LINK Architekten“, das auch für den Umbau zuständig war, eingerichtet, indem es mit einem “Glasvorhang” vom übrigen Kirchenraum abgetrennt und in diese Achse zwei Decken eingezogen wurden.

Der Turm wurde zu vier zweigeschossigen Wohnungen umgebaut. Das Erdgeschoss blieb eine Eingangshalle und dient als Entree der Gesamtanlage.

Trotz der im Prinzip gleichen Wohnungsgrundrisse versuchte das Architekturbüro jeder Wohnung eine individuelle Note zu geben. So erhielt beispielsweise die Wohnung im 5. und 6. Obergeschoss statt der geplanten, im Grundriss noch eingezeichneten Wendeltreppe eine gerade Treppe. Als Besonderheit wurde ein kreisrunder Ausschnitt in die Zwischendecke der Maisonette eingelassen. Das sogenannte “Auge” liegt aus Gründen der Übersicht genau in der Mitte der Wohnung. Eine teils klare, teils geätzte Scheibe aus armiertem Panzerglas sorgt für das sichere Betreten der Fläche.
Eine weitere Besonderheit in dieser Turmwohnung ist der Umgang mit dem Tageslicht. Der Lichteinfall durch die großen, über beide Geschosse offenen Südfenster wird maximal genutzt, indem er in zwei seitlich liegende Schlafzimmer des Obergeschosses geführt wird. Das ist möglich, weil die zur Galerie und zum sogenannten “Luftraum” liegenden Zimmerwände ebenfalls ganz aus Glas gefertigt sind. Das Licht der Südfenster kann durch diese Glaswände ungehindert in die beiden Räume fließen. Überdies erlauben sie freien Blick in das darunter gelegene Wohnzimmer. Die Außenfenster der Schlafzimmer dienen mehr der Belüftung, für den Lichteinfall und die Sichtbeziehung zum Hof sind die großen Südfenster über dem Wohnzimmer vorgesehen. Um die beiden Schlafzimmer von der übrigen Wohnung optisch abtrennen zu können, wurden die Glaswände innenseitig mit schweren Vorhängen ausgestattet.

Für die Wand-, Boden- und Deckenflächen wurden nur unverkleidete, einfache Materialien verwendet, beispielsweise homogenes Mauerwerk und gekälkte Innenwände oder geschliffene und gewachste Estrichböden.

Die Grundwärme wird über eine zentral mit Gas befeuerte Fußbodenheizung erzeugt. Bei Kälteeinbrüchen kann in den Wohnungen mit einem offenem Kamin zugeheizt werden.

Besonderheiten | Erfahrungen

k. A.

Weitere Informationen zum Projekt:

https://www.linkarchitekten.de/html/umnutzung.html