News

03.08.2026

Kirche des Monats August

Die Trinitatiskirche in Wuppertal erhielt nach ihrer Entwidmung vor über 20 Jahren eine ebenso ungewöhnliche wie denkmalverträgliche Nachnutzung. Da aufwendige Umbauten vermieden werden sollten, entwickelte der Orgelhändler Andreas Ladach das Konzept, den Kirchenraum als Ausstellungs- und Lagerort für historische Pfeifenorgeln zu nutzen. Hier werden Instrumente aus aufgegebenen Kirchen gesammelt, restauriert und an neue Standorte im In- und Ausland vermittelt.

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06.07.2026

Kirche des Monats Juli

Die denkmalgeschützte Kirche in Belle aus dem Jahr 1741 ist die einzige erhaltene Fachwerkkapelle im Weserbergland und ein prägendes Wahrzeichen des Dorfes. Um ihren Erhalt am historischen Standort langfristig zu sichern, wurde das ehemalige Gemeindehaus aufgegeben und die Kirche behutsam zu einem multifunktionalen Ort weiterentwickelt.

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04.07.2026

Publikation: Kirchenbauten – Ein Archiv der Nachkriegsmoderne

Die Publikation widmet sich dem architektonischen Erbe des Kirchenbaus nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie dokumentiert 16 ausgewählte Bauwerke und zeigt deren konstruktive und räumliche Besonderheiten im Kontext aktueller Fragen des Planens und Bauens. Baukultur NRW hat das Buchprojekt unterstützt.

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08.06.2026

Kirche des Monats Juni

Die Christuskirche in Marl-Drewer wurde 1952 als evangelische Gemeindekirche errichtet und prägte über Jahrzehnte das Gemeindeleben eines stark wachsenden Stadtteils. Nachdem die Kirche 2016 entwidmet wurde, entwickelte die Evangelische Stadt-Kirchengemeinde Marl ein innovatives Nachnutzungskonzept, das den Kirchenbau dauerhaft erhält und zugleich neue Funktionen integriert. Bereits zuvor war der ehemalige Gemeindesaal im Untergeschoss zu einer Kindertagesstätte umgebaut worden.

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12.05.2026

Kirche des Monats Mai

Die Liebfrauenkirche in Duisburg wurde angesichts sinkender Gemeindemitgliederzahlen und drohender Schließung durch ein außergewöhnliches bürgerschaftliches Engagement vor dem Abriss bewahrt. Sie wurde in eine Kulturkirche sowie einen Ort des interkulturellen Dialogs transformiert. Maßgeblich dafür war die Gründung der Stiftung Brennender Dornbusch, die das Gebäude seit 2008 trägt und mit ehrenamtlichem Einsatz ein vielfältiges kulturelles und gesellschaftliches Programm organisiert.

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03.05.2026

Kirchenumnutzung in Maastricht als „Vierte Orte“

Die niederländische Stadt Maastricht bietet ein aufschlussreiches Fallbeispiel für die Transformation religiöser Räume in spätmodernen europäischen Gesellschaften. In kaum einer anderen Stadt vergleichbarer Größe zeigt sich so deutlich, wie ehemalige Kirchengebäude neue soziale Funktionen übernehmen – und dabei zu Orten werden können, die über die klassische Kategorie von Öffentlichkeit hinausweisen. Im Kontext der Diskussion um „Vierte Orte“ eröffnen diese Umnutzungen eine differenzierte Perspektive auf Raum, Nutzung und gesellschaftliche Praxis.

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21.04.2026

Zwischen Andacht und Alltag: Die neue Öffentlichkeit der Prager Kirchen

Prag zeigt, wie vielfältig der Umgang mit Kirchengebäuden im 21. Jahrhundert sein kann: zwischen sakraler Kontinuität, kultureller Öffnung und architektonischem Experiment. Gerade im Vergleich zu Deutschland, wo vielerorts über Abriss oder radikale Umnutzung diskutiert wird, wirkt die tschechische Hauptstadt fast wie ein Labor für differenziertere Modelle – und damit als inspirierende Referenz für die Debatte um „Vierte Orte“.

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