News

12.05.2026

Kirche des Monats Mai

Die Liebfrauenkirche in Duisburg wurde angesichts sinkender Gemeindemitgliederzahlen und drohender Schließung durch ein außergewöhnliches bürgerschaftliches Engagement vor dem Abriss bewahrt. Sie wurde in eine Kulturkirche sowie einen Ort des interkulturellen Dialogs transformiert. Maßgeblich dafür war die Gründung der Stiftung Brennender Dornbusch, die das Gebäude seit 2008 trägt und mit ehrenamtlichem Einsatz ein vielfältiges kulturelles und gesellschaftliches Programm organisiert.

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03.05.2026

Kirchenumnutzung in Maastricht als „Vierte Orte“

Die niederländische Stadt Maastricht bietet ein aufschlussreiches Fallbeispiel für die Transformation religiöser Räume in spätmodernen europäischen Gesellschaften. In kaum einer anderen Stadt vergleichbarer Größe zeigt sich so deutlich, wie ehemalige Kirchengebäude neue soziale Funktionen übernehmen – und dabei zu Orten werden können, die über die klassische Kategorie von Öffentlichkeit hinausweisen. Im Kontext der Diskussion um „Vierte Orte“ eröffnen diese Umnutzungen eine differenzierte Perspektive auf Raum, Nutzung und gesellschaftliche Praxis.

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21.04.2026

Zwischen Andacht und Alltag: Die neue Öffentlichkeit der Prager Kirchen

Prag zeigt, wie vielfältig der Umgang mit Kirchengebäuden im 21. Jahrhundert sein kann: zwischen sakraler Kontinuität, kultureller Öffnung und architektonischem Experiment. Gerade im Vergleich zu Deutschland, wo vielerorts über Abriss oder radikale Umnutzung diskutiert wird, wirkt die tschechische Hauptstadt fast wie ein Labor für differenziertere Modelle – und damit als inspirierende Referenz für die Debatte um „Vierte Orte“.

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08.04.2026

Kirche des Monats April

Die ehemalige Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Gescher wurde nach ihrer Profanierung im Jahr 2010 im Zuge der Entwicklung des Marien-Quartiers zu einem Standort für betreutes Wohnen sowie Pflege- und Gesundheitsangebote umgenutzt und durch barrierefreie Mehrfamilienhäuser ergänzt. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie sich ein Kirchenbau im ländlichen Raum in ein zukunftsfähiges Wohn- und Versorgungskonzept integrieren lässt: Statt eines Abrisses blieb das Gebäude bewusst als identitätsstiftender Mittelpunkt des Quartiers erhalten. Insbesondere der für den Ortskern prägende Kirchturm wurde als städtebauliches Zeichen bewahrt.

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11.03.2026

Kirche des Monats März

Die denkmalgeschützte Kreuzkirche Marl-Sinsen entstand von 1969 bis 1970 als freistehendes Gemeindezentrum der Nachkriegsmoderne. Mit dem Rückgang kirchlicher Nutzung verlor der Bau jedoch seine ursprüngliche Funktion und stand längere Zeit leer. Um das identitätsstiftende Gebäude für das Wohnquartier zu erhalten, wurde es unter Federführung der Arbeiterwohlfahrt Westliches Westfalen e.V. (AWO) und in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege umfassend saniert und zu einem barrierefreien Quartierszentrum umgebaut. Prägende architektonische Elemente wie die Fassadengestaltung und die großen Holzrahmenfenster blieben erhalten, während technische Infrastruktur, Brandschutz und Zugänglichkeit grundlegend erneuert wurden.

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09.02.2026

Kirche des Monats Februar

Die Kirche St. Johannes in Telgte, ein denkmalwerter Zentralbau der Nachkriegszeit, sollte ursprünglich profaniert und abgerissen werden. Nach starkem Widerstand aus der Gemeinde und der Unterschutzstellung durch die Denkmalpflege wurde in einem Wettbewerb ein neues Nutzungskonzept entwickelt.

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08.02.2026

Ausstellung “Kirchen als Vierte Orte” in Borken-Gemen eröffnet

Am Sonntag, den 8. Februar 2026, wurde in der Christus-König Kirche in Borken-Gemen die Ausstellung „Kirchen als vierte Orte – Perspektiven des Wandels“ feierlich eröffnet. Die Ausstellung ist hier noch bis zum 15. März 2026 zu sehen und stieß bereits zur Eröffnung auf sehr großes Interesse: Weit über 100 Besucherinnen und Besucher kamen zusammen, um sich mit der Zukunft von Kirchengebäuden auseinanderzusetzen.

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