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12.05.2026
Kirche des Monats Mai

Die Liebfrauenkirche in Duisburg wurde angesichts sinkender Gemeindemitgliederzahlen und drohender Schließung durch ein außergewöhnliches bürgerschaftliches Engagement vor dem Abriss bewahrt. Sie wurde in eine Kulturkirche sowie einen Ort des interkulturellen Dialogs transformiert. Maßgeblich dafür war die Gründung der Stiftung Brennender Dornbusch, die das Gebäude seit 2008 trägt und mit ehrenamtlichem Einsatz ein vielfältiges kulturelles und gesellschaftliches Programm organisiert.

Kirche des Monats Mai Liebfrauenkirche Duisburg | Foto: Christian Huhn

Der markante Nachkriegsbau mit seiner expressiven Architektur, den transluzenten Fassaden und den bedeutenden Kunstwerken aus der Brüsseler Weltausstellung von 1958 blieb dadurch als identitätsstiftender Teil der Duisburger Innenstadt erhalten und prägt weiterhin den Stadtraum am König-Heinrich-Platz. Während die große Feierkirche heute vor allem für Konzerte, Ausstellungen, Performances und Dialogformate genutzt wird, bleibt die geweihte Unterkirche weiterhin als Ort der Stille und des Gebets zugänglich und bewahrt damit einen Teil der ursprünglichen sakralen Nutzung. Die Liebfrauenkirche verbindet heute kulturelle, soziale und spirituelle Funktionen miteinander und erhält in diesem Jahr zusätzliche Aufmerksamkeit, da sie im Sommer als einer der Hauptstandorte der nomadischen Kunstbiennale Manifesta 16 Ruhr dienen wird.

Hier geht es zur Kirchendokumentation.

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