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Kirchengemeinde

In den Kirchengemeinden ist die demografische Situation, ihre Altersstruktur und Entwicklung maßgeblich für Standortfragen: Dies beeinflusst beispielsweise auch die Frage, ob ein Gebäude für immer abgegeben werden soll oder ob über Erbpachtverträge späteren Generationen noch einmal die Möglichkeit für alternative Entscheidungen eingeräumt werden soll. Die Lebendigkeit der Gemeindearbeit am Standort, ihre Arbeitsschwerpunkte und das ehrenamtliche Engagement in sozialer und kultureller Hinsicht sind für Standort- und Immobilienentscheidungen der Kirchengemeinden wichtig. Dies gilt insbesondere, wenn mit der Aufgabe einer Kirchennutzung zugleich Schließungen von kirchlich geführten sozialen und kulturellen Einrichtungen, wie Kindergärten, Büchereien oder Räumen für soziale Arbeit, verbunden sind. Teilumnutzungen und Nutzungserweiterungen, die neben den vorher ausschließlich sakralen nun auch sozialen Nutzungen dienen, können mit dieser Kombination zur Entfaltung des Gemeindelebens und einer besseren Vernetzung mit dem Quartier führen.

In diesem Zusammenhang sollte in jedem Fall geklärt werden, ob Einzellösungen für ein Kirchengebäude als das „problematischste“ Gebäude sinnvoll sind oder ob ggf. vorhandene Grundstücksressourcen um das Kirchengebäude herum bei einem Lösungsansatz mit in Betracht gezogen werden müssen. Von einer vorschnellen Veräußerung noch vorhandener weiterer Ressourcen im Umfeld von Kirchengebäuden ist dringend abzuraten. Die Einbeziehung umgebender Gebäude und Grundstücksflächen können für eine wirtschaftlichere Nutzung sorgen und zur sozialen oder kulturellen Ausstattung der Quartiere beitragen.

JB