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Förderungen der öffentlichen Hand

Im Denkmalschutzgesetz von Nordrhein-Westfalen wird eine öffentliche Förderung für die substanzielle Erhaltung der Denkmäler (§§ 35 und 36 DSchG NRW) sowie im Rahmen der Städtebauförderung (§ 37 DSchG NRW) durch das Land Nordrhein-Westfalen in Aussicht gestellt, sofern finanzielle Mittel hierfür vorhanden sind. Die Denkmalförderung des Landes umfasst dabei auch Einzelzuschüsse für Denkmäler, die im Eigentum von Kirchen oder Religionsgemeinschaften stehen.
Darüber hinaus steht der Denkmaleigentümerschaft in Nordrhein-Westfalen Förderprogramme in Form von zinsgünstigen Darlehen zur Verfügung.

Alle Informationen über die Denkmalförderung des Landes Nordrhein-Westfalen sind auf der Internetseite des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung oder in der Broschüre „Unterstützung für Denkmäler in Nordrhein-Westfalen. Finanzielle Förderungen, Darlehen und Steuererleichterungen“ des Ministeriums zusammengestellt.

Im Rahmen der neuen Programme der Städtebauförderung werden in bestimmten Fällen auch Maßnahmen an oder im Umfeld von Denkmälern gefördert, zum Beispiel wenn es um die Erhaltung und Entwicklung der Stadt- und Ortskerne, das Zusammenleben im Quartier oder die Gestaltung lebenswerter Quartierte geht. Mit dem Programm der Dorferneuerung unterstützt das Land darüber hinaus insbesondere bürgerschaftliches Engagement in den Dörfern und dörflich geprägten Gemeinden.

Ein noch bis 2022 laufendes Heimatförderprogramm des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen richtet seinen Blick auf die „Gestaltung der Heimat vor Ort, in Städten und Gemeinden und in den Regionen“. Das Programm unterstützt besonders kleine Projekte ehrenamtlich tätiger Personen und Vereine, die auch im kirchlichen Kontext angesiedelt sein können, zum Beispiel bei der Vermittlung eines Umnutzungsprojektes einer geschützten Kirche.

In kleinerem Maßstab kann auch eine Denkmalförderung von den Städten und Gemeindengewährt werden. Diese Mittel werden zum Teil über eine sogenannte Pauschalzuweisung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Kommune selbst zur Verfügung gestellt. Informationen hierzu geben die jeweiligen Unteren Denkmalbehörden der Kommune.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) fördert ebenfalls kleinere Maßnahmen an Denkmälern. Er stellt für Denkmalpflegemaßnahmen jährlich Fördermittel bereit, die durch das Fachamt bewilligt werden. Entsprechend den Aufgaben des Amtes werden diese Mittel vorzugsweise bei der Vorbereitung von Maßnahmen (Voruntersuchungen, Bauaufnahmen, u.ä.) eingesetzt. Anträge können nach Abstimmung mit den zuständigen Gebietsreferentinnen und -referenten des Fachamtes formlos über die Unteren Denkmalbehörden der Städte und Gemeinden an die LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen gerichtet werden.

In der Bundesrepublik Deutschland sind die Länder für Kultur zuständig, so auch für die Förderung von Denkmälern. In einigen Fällen unterstützt aber auch der Bund mit seinen Förderprogrammen die Erhaltung von Denkmälern. In der Regel muss dafür die nationale Bedeutung des Denkmals nachgewiesen werden. Hierzu erstellen die Denkmalpflegeämter der beiden Landschaftsverbände gegebenenfalls Gutachten oder Stellungnahmen.

Eine Beratung darüber, in welchen Fällen eine Bundesförderung erfolgversprechend ist, erteilen die Unteren Denkmalbehörden oder auch direkt die Bezirksregierungen. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Staatsministerin für Kultur und Medien.

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