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Identifikation und emotionale Bindung

Aufgrund der sakralen Prägung, des Identifikationswertes und der Zeichenhaftigkeit von Kirchengebäuden wiegen der Wegfall ihrer ursprünglichen Funktion und ihre Umnutzung in der Regel schwer. Hinzu kommt, dass diese Vorgänge meistens von einer erhöhten allgemeinen Aufmerksamkeit begleitet sind. Dies gilt auch für Teilumnutzungen und Nutzungserweiterungen. Häufig besteht insbesondere bei Pfarr- und Filialkirchen, die stark in die sozialen Zusammenhänge von Quartieren eingebunden sind, nicht nur in der christlichen Gemeinde eine emotionale Bindung zu den Gebäuden, sondern auch in der Bürgergemeinde vor Ort. Dies bewirkt oftmals ein großes öffentliches Interesse an entsprechenden Planungen, was zur Gründung von Initiativen und Vereinen zum Erhalt der Gebäude führen kann, die ggf. bei der Entwicklung einer neuen Nutzung helfen können. Auf jeden Fall muss hier besonders behutsam im Veränderungsprozess vorgegangen werden.

JB