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10.11.2025

„Kirchen als Vierte Orte“ eröffnet in Düsseldorf

Mit der Ausstellung „Kirchen als Vierte Orte – Perspektiven des Wandels“ zeigt das Museum der Baukultur NRW in der Berger Kirche in Düsseldorf, wie leerstehende Sakralbauten zu neuen gemeinschaftlichen, kulturellen und sozialen Räumen werden können. Achtung: Am Samstag, 22. November 2025, bleibt die Ausstellung geschlossen!

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07.11.2025

Kirche des Monats des November

Die 1967/68 von Georg Rasch und Winfried Wolsky errichtete Auferstehungskirche in Köln diente ursprünglich als Pfarrkirche und Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Köln Buchheim-Buchforst. Aufgrund stark sinkender Mitgliederzahlen wurde sie 2005 entwidmet. Das denkmalgeschützte Gebäude steht in einem von Bahntrassen und Straßen abgeschlossenen Stadtteil, der durch Großsiedlungen der klassischen Moderne geprägt ist.

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13.10.2025

Kirche des Monats Oktober

Im Dortmunder Stadtteil Deusen rettete eine engagierte Bürgerinitiative die ehemalige Gustav-Adolf-Kirche vor dem Verfall und verwandelte sie in ein Begegnungszentrum. Nachdem die Kirchengemeinde den Standort aufgeben wollte, gründeten Anwohner*innen den Verein „Begegnungszentrum Deusen – Wir lassen die Kirche im Dorf e. V.“. Mit Unterstützung der Stadt Dortmund und des Landesprojekts „Initiative ergreifen“ entwickelte der Verein ein Nutzungskonzept, erwarb die Kirche und sanierte sie mit viel Eigenleistungen und Spenden. Der sakrale Charakter blieb erhalten,ergänzt durch eine Gastronomie in einem neuen Anbau, die den Betrieb finanziell trägt. Ein zusätzliches Jugendhaus stärkt heute die lokale Jugendarbeit. Das Gebäude fungiert nun zugleich als Sakralraum, Veranstaltungsort und sozialer Treffpunkt.

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10.09.2025

Kirche des Monats September

Die „Tafelkirche“ Heilige Familie in Oberhausen ist ein besonderes Beispiel für eine Kirchenumnutzung. Seit 2007 verteilt die Oberhausener Tafel hier wöchentlich Lebensmittel an über 3.000 Bedürftige. Entweiht wurde die katholische Kirche nicht, sondern ihrer Tradition gemäß für soziale Zwecke bereitgestellt. Architektonische Eingriffe waren unnötig, der Raum blieb in seiner Atmosphäre erhalten. Errichtet 1955–1958 von Rudolf Schwarz und Josef Bernard, gilt sie als bedeutendes Werk des Nachkriegskirchenbaus. Ein Förderverein unterstützt die denkmalgerechte Sanierung und die Entwicklung zu einem sozialen und kulturellen Zentrum, das langfristig über die reine Lebensmittelausgabe hinaus das Quartier stärken soll.

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06.08.2025

Kirche des Monats August

Die ehemalige Paul-Gerhardt-Kirche in Bielefeld gehört zu den wenigen Beispielen in Deutschland für die Nachnutzung einer Kirche durch eine andere Religionsgemeinschaft: Der Nutzungswechsel des Gebäudes von einem Kirchen- zu einem Synagogen-Sakralraum ist ein interessanter Beitrag zur Konversion von Kirchen unter Beibehaltung einer sakralen Nutzung. Darüber hinaus kann die Transformation zu einem interreligiösen Dialog vor Ort anregen. Unter sozialen Aspekten ist die Nutzung von Standort und Gebäude für die Gemeinde-, Kultur- und Jugendarbeit hervorragend gelungen. Gestalterisch hat man Gebäudeteile der schlichten Nachkriegskirche einbezogen, sodass ein neuer, stimmiger Raumeindruck entstand.

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07.07.2025

Kirche des Monats Juli

Im Zuge von notwendigen Sanierungsmaßnahmen wurde auch das Nutzungskonzept der Lutherkirche in Elsdorf (westlich von Köln) neu gedacht. Seit der Wiedereröffnung 2013 finden im Kirchengebäude, neben Gottesdiensten, auch kulturelle und soziale Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft statt. Das Planungsbüro Lepel + Lepel wurde im Jahr 2011 für die Sanierung und den Umbau der Kirche samt neuer Prinzipalstücke beauftragt. Der Mehrzweckraum wurde dabei im Zuge an den angrenzenden Hauptraum angegliedert. Dadurch lassen sich kleine und größere Veranstaltungen flexibel umsetzen. Diese Verbindung von liturgischer und kultureller Nutzung gestaltet besonders im eher ländlichen Umfeld die Kirche über das Sakrale hinaus zu einem neuen Treffpunkt für die Gemeinschaft um.

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08.06.2025

Kirche des Monats Juni

Das Klarissenkloster samt neobarocker Klosterkirche befindet sich im rechtsrheinischen Kölner Stadtteil Kalk. Nach der Schließung des Klosters aufgrund von Nachwuchsmangel beschloss das Bistum Köln, den gesamten Komplex als Begegnungsort umzunutzen. Dazu wurde 2015 ein Architektenwettbewerb ausgelobt, den das Kölner Büro LK Architekten gewann. 2018 wurden die Neubauten sowie die Sanierungsarbeiten an den historischen Klostergebäuden abgeschlossen. Seit dem dient der gesamte Komplex als soziale und kulturelle Begegnungsstätte. Die Bestandsgebäude wurden erhalten und um zwei Neubauten erweitert. Der so neu entstandene Hof fügt sich als offener Treffpunkt in den Stadtteil ein. Neben Wohnungen für Flüchtlinge sind in dem ehemaligen Kloster auch Wohngruppen für Jugendliche angesiedelt. Auch Kölner Bürger finden hier Wohnraum. Dieses Miteinander ist der zentrale Grundgedanke der neu geschaffenen Wohnungen. Die Klosterkirche ist nun das kulturelle Zentrum des ehemaligen Klosters und dient als Ort der Begegnung und Bildung. Der Altarbereich wurde erhalten, sodass auch weiterhin Gottesdienste gefeiert werden können. Durch flexible Einbauten können dort auch Konzerte, Ausstellungen, Seminare und ähnliche Veranstaltungen stattfinden. Im ehemaligen Eingangsbereich sind zudem zwei Büros der Caritas unterbracht worden.

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