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Externe Kommunikation: Beteiligung der Bürgergemeinde

In manchen Fällen wird mit dem Bekanntwerden einer geplanten Veränderung eines Kirchengebäudes bereits Energie aus dem Umfeld freigesetzt. Diese kann sich im Engagement aus der Kirchengemeinde selbst oder aus dem sonstigen Quartier, zum Beispiel in Form von Bürgerinitiativen oder Erhaltungsvereinen, zeigen. Mitunter wird ein Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, die vorher nicht mit der Kirchengemeinde verbunden waren, von dieser als unangemessene Einmischung gesehen. Allerdings kann ein Interesse für das Gebäude und seinen Erhalt zunächst einmal grundsätzlich positiv gewertet werden, sodass hieraus Möglichkeiten für neue Kontakte und unterstützendes Engagement hervorgehen. Wichtig ist darauf zu achten, dass sich diese Energie nicht zu einer Fundamentalopposition gegen Veränderungen entwickelt. Ratsam ist daher, sie möglichst positiv mit zu integrieren. Dies kann mitunter auch belebenden Einfluss auf Planung und Gemeinde haben.

Insbesondere bei Projekten, die auf die Beteiligung der Kirchen- und Bürgergemeinde und ihre Identifikation mit der Maßnahme angewiesen sind, zum Beispiel kirchliche Eigennutzung für Gemeindearbeit oder soziale und kulturelle Stadtteilzentren, ist Partizipation und transparente Information der Adressaten von großer Bedeutung. So kann durch eine Beteiligung unter Umständen eine finanzielle Spendenbereitschaft für Projekte erreicht werden. Eine Umsetzung von Umbauprojekten ist allerdings auch mit weniger Finanzbedarf, dafür aber mit mehr Identifikationswert mit der neuen Nutzung durch Eigenleistungen von Bürgern und Gemeindemitgliedern möglich (Bsp. Dortmund, Gustav-Adolf-Kirche; Horn-Bad Meinberg, Kapelle in Belle). In einigen Fällen hat zudem eine intensive Information von interessierten Bürgerinnen und Bürgern, zum Beispiel durch Baustellenführungen und andere Aktionen, eine positive Beteiligung des Umfeldes bewirkt (Bsp. Willich, St. Mariä Empfängnis).

JB